Di., 26.05.2026 , 17:10 Uhr

Die Entwicklung zeigt seit Jahren nach oben

Crystal-Meth-Konsum in Chemnitz auf Rekordniveau

Chemnitz- Die ehemalige Kulturhauptstadt kämpft seit Jahren mit einem massiven Drogenproblem – und besonders Crystal Meth bleibt dabei ein großes Thema. Neue Auswertungen der europäischen Drogenagentur zeigen jetzt erneut: Im bundesweiten Vergleich wurden in Chemnitz die höchsten Crystal-Werte gemessen.

Grundlage dafür sind Analysen des Abwassers. Dort lassen sich Rückstände verschiedener Substanzen nachweisen und über längere Zeiträume vergleichen. Die Entwicklung zeigt seit Jahren nach oben. Während andere Städte ebenfalls betroffen sind, liegt Chemnitz weiterhin an der Spitze. Als möglicher Grund gilt unter anderem die Nähe zu osteuropäischen Ländern, in denen Methamphetamin deutlich stärker verbreitet ist. Doch die Folgen der Droge zeigen sich nicht nur in Messwerten. Auch im Klinikum Chemnitz wächst die Belastung. Laut Medienberichten steigt die Zahl der Patienten mit Suchterkrankungen seit Jahren an. Besonders problematisch sei dabei der sogenannte Mischkonsum – also die Kombination verschiedener Drogen und Alkohol.

Gleichzeitig geraten Hilfsangebote zunehmend unter Druck. Fehlendes Personal und begrenzte Kapazitäten führen offenbar immer wieder zu längeren Wartezeiten. Deshalb wird inzwischen auch über einen Ausbau der Behandlungsmöglichkeiten diskutiert. Fest steht: Das Thema Crystal Meth bleibt für Chemnitz weiterhin eine große Herausforderung.