Eine Dunkelfeldstudie des sächsischen Justizministeriums zeigt, wie groß das Problem tatsächlich ist: Fast 90 Prozent der befragten Frauen gaben an, schon einmal gegen ihren Willen an intimen Stellen berührt worden zu sein. Gleichzeitig verzeichnet das Landeskriminalamt seit Jahren einen Anstieg von Messerangriffen. Im Jahr 2024 wurden in Sachsen 1.847 Opfer solcher Angriffe registriert – ein Plus von mehr als 20 Prozent im Vergleich zu 2020.
Für viele Leipzigerinnen bedeutet das eine wachsende Verunsicherung. Wenn nachts weniger Bahnen und Busse fahren, steigt die Angst, allein unterwegs zu sein. Genau hier setzt eine Initiative aus Leipzig an. Florenz Mosik hat eine Online-Petition gestartet – mit der Forderung nach sogenannten Frauentaxis. Sie sollen Frauen eine sichere Alternative zum öffentlichen Nahverkehr bieten.
Befürworter sehen darin einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der Sicherheit. In anderen Städten, etwa in Nordrhein-Westfalen, gibt es bereits entsprechende Angebote. Dort haben sich Frauentaxis als Ergänzung zum klassischen Nahverkehr bewährt. Ob Leipzig diesen Schritt geht, bleibt abzuwarten – die Diskussion darüber hat mit den jüngsten Ereignissen jedenfalls neue Dynamik gewonnen.