Im Sächsischen Landtag hat die Linksfraktion eine Aktuelle Debatte zur Besteuerung großer Vermögen und von Krisenprofiteuren beantragt. Aus Sicht der Linken könnten so Kürzungen vermieden und staatliche Lasten gerechter verteilt werden. Susanne Schaper betonte, dass es nicht um das gewöhnliche Eigenheim gehe, sondern um sehr große Vermögen in Millionenhöhe. Unterstützung kam in Teilen auch vom BSW. Uta Knebel verwies auf mögliche zusätzliche Steuereinnahmen und sprach sich für eine gleichmäßigere Verteilung der Steuerlast aus.
Deutlichen Widerspruch formulierte dagegen die CDU. Peter Wilhelm Patt warnte davor, Vermögen pauschal als frei verfügbares Geld zu betrachten. Häufig sei dieses in Unternehmen, Produktionsanlagen oder Immobilien gebunden und diene der wirtschaftlichen Tätigkeit. Auch das BSW mahnte an, bei Unternehmensvermögen genau abzuwägen. Klar ist: Über eine Vermögenssteuer entscheidet nicht Sachsen allein, sondern der Bund. Dennoch kann die Debatte aus dem Freistaat politisch weitergetragen werden, etwa über Initiativen im Bundesrat.