CDU und SPD bilden in Sachsen eine Minderheitskoalition, der zehn Stimmen zur absoluten Mehrheit fehlen. Um den Doppelhaushalt durchzubringen, haben sie sich mit Grünen und Linken auf einen Kompromiss geeinigt. Diese beiden Oppositionsfraktionen konnten im Gegenzug eigene Änderungswünsche durchsetzen, insbesondere in den Bereichen Soziales, Kultur und Naturschutz.
Die AfD, das Bündnis Sahra Wagenknecht sowie der fraktionslose Abgeordnete der Freien Wähler lehnen den Haushalt in seiner jetzt vorliegenden Version ab. Bei der finalen Abstimmung wird erwartet, dass alle sieben Grünen-Abgeordneten und fünf von sechs Linken-Abgeordneten zustimmen, was zusammen mit CDU und SPD eine Mehrheit sichern würde. Neben dem Doppelhaushalt haben die Fraktionen auch verschiedene weitere Anträge auf die Tagesordnung dieser Mammut-Plenarsitzung gesetzt.