Mi., 11.02.2026 , 13:40 Uhr

Feuerwehrsprecher Michael Klahre klärt zum Europäischen Tag des Notrufs auf

Dresden am 11. Februar: Wann Sie wirklich die 112 wählen sollten

Die 112 gilt europaweit als einheitliche Notrufnummer. Doch im Ernstfall sind viele unsicher: Ist meine Situation wirklich ein Notfall? Feuerwehrsprecher Michael Klahre hat die wichtigsten Fragen beantwortet.

„Ein Notruf ist immer indiziert, wenn Lebensgefahr besteht beziehungsweise wenn die öffentliche Ordnung und Sicherheit gefährdet ist“, sagte Michael Klahre im Interview mit Sachsen Fernsehen

Klassische Beispiele seien Atemnot, der Verdacht auf Schlaganfall oder Herzinfarkt sowie schwere Verkehrsunfälle oder Brände.

Dabei gehe es weniger um „Fehler“ der Anrufer, sondern um Ausnahmesituationen. Menschen seien aufgeregt oder verunsichert, erklärte Klahre weiter

Aufgabe der Leitstelle sei es dann, diese Aufregung zu strukturieren, um schnelle Hilfe zu ermöglichen.

Wer hingegen unter einer sich verschlechternden Erkältung leidet und den Hausarzt nicht erreicht, sollte den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 kontaktieren. Nach Informationen von Sachsen Fernsehen ist auch ein Anruf bei der 112 ohne SIM-Karte möglich – Netzempfang muss jedoch vorhanden sein

Zum Europäischen Tag des Notrufs richtet Klahre eine klare Botschaft an die Dresdnerinnen und Dresdner: „Achten Sie auf sich selbst und aufeinander.“ Und ganz praktisch: Wer den Notruf gewählt hat, sollte sich bemerkbar machen – winken, rufen, sichtbar sein. Das könne im Ernstfall wertvolle Zeit sparen

 

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