In der Dresdner Neustadt sorgt ein ungewöhnlicher Anblick für Aufsehen: Mitten auf der Glacisstraße hat eine bislang unbekannte Person einen weißen Zebrastreifen aufgemalt – offenbar, um einen sicheren Übergang für Fußgänger zu schaffen. Die Stadt reagierte umgehend und sperrte die Stelle komplett ab. Sachsen Fernsehen war vor Ort und hat nachgefragt, wie die Dresdnerinnen und Dresdner darüber denken.
„Für die Lage ist das sicherlich sinnvoll. Wir gehen ja auch zur Musikschule. Wenn die Kinder alleine kommen, gibt es hier keine richtige Stelle, um sicher rüberzugehen, außer ganz vorn bei der Ampel – das dauert ewig“, sagte eine Anwohnerin im Gespräch mit Sachsen Fernsehen.
Laut Angaben der Stadt handelt es sich bei dem selbst gemalten Zebrastreifen um eine Sachbeschädigung und einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr. Die Markierung wurde daher gesperrt. Dennoch gibt es Stimmen, die fordern, an dieser Stelle endlich einen offiziellen Fußgängerüberweg einzurichten – zum Schutz der vielen Schülerinnen und Schüler des nahegelegenen Heinrich-Schütz-Konservatoriums.
„Beim Thema Verkehrssicherheit ist Dresden leider immer noch im Schneckentempo unterwegs“, kritisierte Stadtrat Stefan Engel gegenüber unserem Sachsen Fernsehen-Reporter. Schon 2018 sei ein Zebrastreifen an dieser Stelle im Stadtrat als wünschenswert beschlossen worden – passiert sei seither nichts.
Ob die Stadt nun doch eine dauerhafte Lösung umsetzt, bleibt abzuwarten. Bis dahin gilt für Fußgänger: lieber den Umweg zur nächsten Ampel nehmen.