Fr., 20.03.2026 , 15:46 Uhr

Beim Tag des Gesundheitsamtes ging es um Aufklärung, Prävention und Beratung

Dresden rückt sexuelle Gesundheit in den Fokus

Auffällig, offen und bewusst nah dran: Beim Tag des Gesundheitsamtes rückte Dresden das Thema sexuelle Gesundheit mitten in den Kulturpalast. Warum dabei nicht nur Neugier, sondern auch konkrete Aufklärung gefragt war – Sachsen Fernsehen war vor Ort.

Mit einem ungewöhnlichen Einstieg wollte das Amt für Gesundheit und Prävention gestern vor allem Hemmschwellen abbauen. Im Mittelpunkt des Aktionstags standen sexuelle Gesundheit, Prävention und Beratung. Amtsleiterin Dr. Kristina Böhm erklärte im Interview, das Thema betreffe „alle Bevölkerungsgruppen, alle Lebenswelten“ und werde „gerade immer wichtiger“. Rund um ein Penis-Modell und eine begehbare Gebärmutter informierte die Stadt deshalb unter anderem über sexuell übertragbare Krankheiten, Krebsprävention und die HPV-Impfung.

Nach Angaben des Amtes spielen dabei auch aktuelle Entwicklungen eine Rolle. So seien nach der Corona-Pandemie wieder steigende Zahlen bei sexuell übertragbaren Erkrankungen beobachtet worden. Gleichzeitig hinken die Impfquoten gegen HPV vor allem bei Jungen hinterher, obwohl diese Impfung Krebserkrankungen verhindern kann. Dr. Stieler sagte unserem Sachsen-Fernsehen-Reporter zudem, Tests auf sexuell übertragbare Infektionen seien in Dresden anonym und kostenfrei möglich – aktuell aber mit einem Vorlauf von rund zwei Monaten. Infektionen wie Chlamydien, Gonorrhoe oder Syphilis gehörten in der Beratungsstelle zum Alltag.