Dresden nutzt den 13. Selbsthilfetag, um das Thema mentale Gesundheit offen und stigmafrei in die Öffentlichkeit zu rücken. Über 40 Gruppen stellen ihre Arbeit vor und laden Interessierte zum Austausch ein.
Die Stadt Dresden richtet am 29. November den 13. Dresdner Selbsthilfetag im Neuen Rathaus aus – organisiert von der KISS Dresden, der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen.
„Wir wollen die Vielfalt der Selbsthilfe sichtbar machen und Betroffene miteinander ins Gespräch bringen“, sagte Dr. Peggy Looks im Interview mit Sachsen Fernsehen. Sie erklärt, dass derzeit mehr als 260 aktive Selbsthilfegruppen in Dresden bestehen und regelmäßig neue hinzukommen.
Laut Dr. Looks wirken sich aktuelle Krisen wie der Ukraine-Krieg, die wirtschaftliche Lage und Konflikte im Nahen Osten auf die mentale Gesundheit vieler Menschen aus. „Diese Themen sind ständig präsent – und nicht jeder kann das gut verarbeiten“, bestätigte sie.
Der Selbsthilfetag soll deshalb Betroffenen Raum geben, sich zu informieren, Unterstützung zu finden und ohne Scham über psychische Belastungen zu sprechen. Gleichzeitig betont Dr. Looks: „Selbsthilfe ist wichtig, ersetzt aber nicht die professionelle Unterstützung.“
Positive Rückmeldungen aus vergangenen Veranstaltungen bestärken das Team: Nach einer Podiumsdiskussion zum Thema Prostatakrebs meldeten sich Teilnehmer sogar aus Zwickau mit dem Wunsch, ähnliche Angebote auch dort aufzubauen.