Mi., 27.08.2025 , 18:26 Uhr

Über 300 Fundstücke aus der Bronzezeit im Landesamt für Archäologie gezeigt

Dresden: Spektakulärer Bronzezeit-Schatz aus Görlitz erstmals präsentiert

Im Landesamt für Archäologie in Dresden ist jetzt der zweitgrößte bekannte Bronzezeit-Fund Sachsens präsentiert worden: Mehr als 300 Objekte aus einem Acker bei Görlitz – darunter Schwerter, Sicheln und Schmuck – geben spannende Einblicke in die Vergangenheit. Sachsen Fernsehen war bei der Präsentation vor Ort.

Der sogenannte „Hortfund“ bringt über 16 Kilogramm auf die Waage. Die Suche wurde von Jasper von Richthofen, Direktor der Görlitzer Sammlungen, initiiert. „Ein fantastischer Fund mit besonderen Stücken wie einem Knebel, einer Gewandspange und einem Schwert“, sagte er im Interview mit Sachsen Fernsehen.

Den entscheidenden Fund machte der ehrenamtliche Sondengänger Henry Herrmann am 18. August 2023. „Das war ein wahnsinniges Gefühl, so etwas findet man nicht jeden Tag“, erinnerte er sich.

Landesarchäologin Regina Smolnik hob die besondere Bedeutung hervor: „Wir gehen davon aus, dass die Objekte aus verschiedenen Regionen stammen – vom Norden über den Westen bis hin zum ungarischen Raum.“

Der Schatz wird derzeit in Dresden wissenschaftlich ausgewertet. Eine öffentliche Ausstellung ist geplant, sobald alle Untersuchungen abgeschlossen sind.