Dresden – Beim Sächsischen Sportgipfel ging es um nicht weniger als die Zukunft des Sports im gesamten Freistaat. Investitionen, Trainer-Ausbildung, Olympiapläne – all das stand im Fokus der mehr als 50 Teilnehmenden aus Verbänden, Kommunen und Politik. Sachsen Fernsehen war vor Ort.
Ministerpräsident Michael Kretschmer machte gleich zu Beginn klar, wie groß der Handlungsbedarf im Sportbereich sei. „Wir wissen, dass wir in diesem Doppelhaushalt nicht so viel leisten, wie es in der Vergangenheit üblich war.“ sagte Kretschmer.
Der Freistaat soll künftig von der Sportmilliarde des Bundes profitieren. Neben Investitionen in moderne Sportstätten war vor allem ein Thema dominierend: die Trainerinnen und Trainer. „Es gibt eine zentrale Priorität, die wir alle miteinander haben – die Frage der Trainer. Wir wollen die Ausbildung verbessern und im zweiten Schritt auch die Vergütung,“ betonte Kretschmer.
Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Universität Leipzig. Der neue Bachelorstudiengang Bewegung, Training, Leistung soll langfristig die Honorare im Breitensport anheben und Abwanderungen verhindern. Sportminister Armin Schuster erklärte: „Wenn die ersten 52 Absolventen die Universität verlassen, setzen wir ein bundesweites Signal für eine Ausbildung, die früher in der DDR hoch erfolgreich war.“
Ab 2026 sollen zusätzlich 100 Millionen Euro in den Spitzensport fließen. Gleichzeitig betonte Frank Pfeil, Präsident des Landessportbundes, die Bedeutung der kommunalen Ebene. Investitionen in kleine Sportstätten im ländlichen Raum seien ebenso wichtig wie große Projekte. „Uns ist es extrem wichtig, dass wir nicht nur für Olympia werben, sondern auch etwas in der Fläche tun,“ so Pfeil im Gespräch mit Sachsen Fernsehen.
Seit dem 10. November können Kommunen Förderanträge stellen. Pro Projekt sind Summen zwischen 250.000 Euro und 8 Millionen Euro möglich.