Di., 17.03.2026 , 08:36 Uhr

Bundesgesundheitsministerin Warken besucht PEDNET-LC am Uniklinikum

Dresden stärkt Hilfe für Long-COVID-Kinder

Kinder und Jugendliche mit Long-COVID-ähnlichen Erkrankungen brauchen oft lange medizinische Unterstützung. Am Universitätsklinikum Dresden stellte sich ein bundesweites Netzwerk vor, das Diagnostik und Behandlung für junge Patientinnen und Patienten verbessern soll.

Long COVID und ähnliche postinfektiöse Erkrankungen betreffen nicht nur Erwachsene. Auch Kinder und Jugendliche kämpfen teilweise monatelang mit Erschöpfung, Konzentrationsproblemen und weiteren Beschwerden. Am Universitätsklinikum Dresden informierte sich Bundesgesundheitsministerin Nina Warken über das Projekt PEDNET-LC, das Betroffenen bessere medizinische Hilfe ermöglichen soll.

Das Netzwerk verbindet bundesweit Kliniken und Forschungseinrichtungen. Insgesamt sollen 20 spezialisierte Versorgungszentren Kinder und Jugendliche mit Long-COVID-ähnlichen Erkrankungen betreuen. Der Bund unterstützt das Projekt über vier Jahre mit rund 45 Millionen Euro – ein Teil davon fließt auch nach Dresden.

Betroffene berichten, dass neben den körperlichen Beschwerden oft auch fehlendes Verständnis im Alltag ein Problem sei. Gerade im Schulalltag würden Symptome häufig falsch eingeordnet. Mediziner hoffen, dass bessere Diagnostik, mehr Forschung und ein enger Austausch zwischen den Zentren langfristig zu besseren Behandlungsmöglichkeiten führen.

Eine Herausforderung bleibt jedoch der Übergang vom Jugend- ins Erwachsenenalter. Viele Betroffene kämpfen weiterhin mit denselben Symptomen, finden in der Erwachsenenmedizin aber bislang nur begrenzte Versorgungsangebote. Projekte wie PEDNET-LC sollen helfen, diese Lücke zu schließen.