Mit einer symbolischen Aktion am Goldenen Reiter hat die Stadt Dresden auf die schwierige Finanzlage der Kommunen aufmerksam gemacht. Beim Aktionstag „Kommunen am Limit“ wurde vorgerechnet, was das Dresdner Wahrzeichen heute wert wäre – und wie wenig selbst ein solcher Betrag an den strukturellen Haushaltsproblemen ändern würde. Im Raum stand dabei unter anderem ein Finanzbedarf von mindestens 130 Millionen Euro für Dresden.
Die Botschaft der Veranstaltung richtete sich vor allem an Bund und Land: Kommunen müssten immer mehr Aufgaben übernehmen, erhielten dafür aus Sicht der Beteiligten aber nicht ausreichend Geld. Betroffen seien vor allem Bereiche, die den Alltag der Menschen direkt prägen – etwa öffentlicher Nahverkehr, Schwimmbäder, Kultur, Grünpflege, Sauberkeit, Straßen und Brücken. Auch Vertreter aus dem Dresdner Stadtrat machten deutlich, dass es ohne eine bessere Finanzierung schwieriger werde, kommunale Haushalte aufzustellen und wichtige Angebote vor Ort zu sichern.