Fr., 06.03.2026 , 16:03 Uhr

Porträts in der Uniklinik mahnen zu mehr Prävention bei Kindern

Dresden zeigt Ausstellung zu Brandnarben

Eine Ausstellung in Dresden zeigt, wie Verbrennungen Familien prägen – und wie wichtig Prävention ist.

Dresden - Im Uniklinikum Dresden ist derzeit die Fotoausstellung „Ein Teil von mir. Narben machen (k)einen Unterschied“ zu sehen. Gezeigt werden 17 Porträts von Erwachsenen, die als Kinder schwere Verbrennungen erlitten haben und heute mit ihren Narben leben. Die Ausstellung des Vereins Paulinchen e.V. will Betroffenen Sichtbarkeit geben, Mut machen und zugleich dafür sensibilisieren, dass Narben Menschen nicht voneinander unterscheiden. Dass das Fotoprojekt nun auch in Dresden präsentiert wird, ist maßgeblich dem Engagement von Dr. med. Katrin Schuchardt, Oberärztin an der Klinik für Kinderchirurgie, und ihrem Team zu verdanken. Sie organisierte die Ausstellung für das Uniklinikum und übernahm sogar persönlich die Abholung der Ausstellungsstücke aus Hamburg.

Für Schuchardt ist die Ausstellung mehr als nur eine Bilderschau: Sie versteht sie als wichtigen Beitrag zu mehr öffentlicher Aufmerksamkeit für das Thema Brandverletzungen bei Kindern. „Es ist mir wichtig, dass mehr Sichtbarkeit für dieses Thema möglich wird. Erst dann werden auch präventive Maßnahmen und Empfehlungen im Hinblick auf Brandverletzungen bei Kindern ihre Wirkung entfalten können“, sagt sie. Genau darin liegt auch die zentrale Botschaft der Ausstellung: persönliche Schicksale sichtbar zu machen und zugleich für mehr Prävention zu werben. Denn schon kurze Momente der Unachtsamkeit im Alltag können für Kinder schwerwiegende Folgen haben – mit Auswirkungen, die oft weit über die akute Behandlung hinausreichen.