Vier Abende, rund 9.000 Besucherinnen und Besucher pro Show und ein Dresdner Wahrzeichen im Ausnahmezustand: Purple Disco Machine hat den Zwinger am Pfingstwochenende in eine barocke Discobühne verwandelt. Zwischen Kronentor, Discokugel und lila Wasserspielen wurde aus dem historischen Innenhof eine Konzertkulisse, die viele Fans wohl nicht so schnell vergessen werden. Sachsen Fernsehen war vor Ort.
Für Tino Piontek, besser bekannt als Purple Disco Machine, waren die Auftritte in Dresden ein besonderes Heimspiel. Der international erfolgreiche DJ und Produzent ist seit rund 30 Jahren im Musikgeschäft, hat mehr als drei Millionen Tonträger verkauft und einen Grammy gewonnen. Trotzdem bleibt die Bühne in seiner Heimatstadt für ihn offenbar etwas Eigenes: Einmal im Jahr in Dresden zu spielen, sei für ihn „die schönste und schlimmste Show des Jahres“, sagte Piontek im Interview mit Sachsen Fernsehen — weil Freunde und Familie im Publikum seien und er es deshalb besonders gut machen wolle.
Auch die Show selbst setzte stark auf Dresden-Bezug. Felix Räuber von Polarkreis 18 performte gemeinsam mit Purple Disco Machine den Hit „Allein Allein“, außerdem war Opernsängerin Valerie Eickhoff dabei, die dem Ensemble der Semperoper angehört. Auf den Bildschirmen erklärten unter anderem Olaf Schubert, Dynamo-Ikone Stefan Kutschke und Schauspieler Christian Friedel, was sie mit Dresden verbindet. Die Planung für die Konzerte im denkmalgeschützten Zwinger dauerte nach Angaben im Beitrag rund zwei Jahre. Unter anderem mussten Schall- und Emissionsschutz, die historische Bausubstanz und der Schutz der Kunstwerke in der Gemäldegalerie berücksichtigt werden. Zurück bleibt ein Konzertwochenende, das gezeigt hat: Auch historische Orte können zur modernen Bühne werden — wenn Konzept, Kulisse und Künstler zusammenpassen.