Ob im Supermarkt, im Fitnessstudio oder auf Social Media: Produkte mit extra Protein sind kaum noch zu übersehen. Protein-Puddings, -Joghurts, -Riegel oder sogar -Brot versprechen mehr Sättigung, Muskelaufbau und einen gesünderen Lebensstil. Doch was steckt wirklich hinter dem Trend?
Wir haben bei der Verbraucherzentrale Sachsen nachgefragt. Dr. Birgit Brendel beschäftigt sich dort seit Jahren mit Ernährung und Verbraucherfragen und beobachtet den Boom der sogenannten High-Protein-Produkte mit einem kritischen Blick. Das Problem: Der Begriff „High Protein“ ist für viele Verbraucherinnen und Verbraucher positiv besetzt. Protein gilt als wichtig für den Körper für Muskeln, Sättigung und Leistungsfähigkeit. Doch genau dieses Image wird von Herstellern gezielt genutzt.
Mehr Protein bedeutet nicht automatisch mehr Gesundheit. Wer sich ausgewogen ernährt, kann sich viele dieser Produkte sparen und setzt stattdessen auf klassische Lebensmittel. High-Protein-Produkte sind ein gutes Beispiel dafür, wie stark Ernährungstrends unseren Alltag beeinflussen können. Sie zeigen aber auch, wie wichtig es ist, Werbung kritisch zu hinterfragen.