Chemnitz- Es sieht nicht danach aus, aber was sie hier sehen, ist eine echte Sensation. In ganz Europa und damit auch in Deutschland eine Seltenheit. Und jetzt ausgerechnet in einem kleinen Dorf im Erzgebirge zu finden. Ein blühender Elefantenfuß - Keine Sorge: Das Tier musste dafür nicht einziehen, gemeint ist die Pflanze. Normalerweise wächst sie in Mexiko in warmen Regionen und zeigt ihre Blüten nach wenigen Jahren. Hier im Wintergarten von Klaus Wendler? Eher nicht. Und trotzdem blüht sie – etwas, das so gut wie nie passiert. Wie kann das sein? Für Klaus Wendler kam diese botanische Überraschung völlig unerwartet.
Den Elefantenfuß bekamen Klaus Wendler und seine Frau einst geschenkt. Inzwischen ist sie verstorben – umso mehr ist die Pflanze für ihn zu einem stillen Erinnerungsstück geworden. Dass sie nach Jahrzehnten nun blüht, verleiht diesem Augenblick eine ganz besondere Bedeutung.
Man könnte meinen, um so ein Naturwunder zum blühen zu bringen: Dafür braucht es einen grünen Daumen, Spezialdünger und tägliche Pflege. Doch das Geheimnis ist überraschend simpel.
Dass ein Elefantenfuß in unseren Breitengraden überhaupt blüht, ist extrem selten. Umso größer die Neugier, denn diese Chance wollte sich keiner im Dorf entgehen lassen.
Wie lange die Blüte bleibt, weiß niemand. Doch ans Aufhören denkt Wendler nicht – der nächste Elefantenfuß steht schon bereit.
Für den rüstigen Rentner steht fest: Mit 83 Jahren so etwas noch erleben zu dürfen – das ist schon etwas Besonderes. Und mal ehrlich: Wer kann schon von sich behaupten, einen Elefantenfuß zum Blühen gebracht zu haben?