Die sächsische Staatsregierung richtet ihr Hochwasserschutzprogramm neu aus. Künftig soll stärker in den Erhalt und die Funktionsfähigkeit bestehender Anlagen investiert werden, während weniger neue Vorhaben umgesetzt werden. Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch begründete das mit dem hohen Aufwand für Betrieb, Wartung und Instandhaltung. Viele Schutzanlagen seien inzwischen selbst in die Jahre gekommen und müssten langfristig gesichert werden.
Seit den Hochwassern von 2002 und 2013 hat Sachsen nach eigenen Angaben rund 3,5 Milliarden Euro in den Hochwasserschutz investiert. Insgesamt umfasst das Programm 749 Maßnahmen, 594 davon wurden bereits umgesetzt, 26 befinden sich aktuell im Bau. Von 129 geplanten Projekten sollen 81 vorerst nicht weiterverfolgt werden. Weitergeführt werden vor allem laufende Bauvorhaben, Maßnahmen mit besonderen Randbedingungen sowie Projekte, bei denen der Bestand erhalten oder Risiken für Leib und Leben minimiert werden müssen.