Ein Jahr voller Extremsituationen liegt hinter der Feuerwehr Dresden. Von Großbränden über Bombenfunde bis hin zu schweren Unfällen war 2025 geprägt von fordernden Einsätzen. Wie die Einsatzkräfte das Jahr bewerten und was sie sich für Silvester wünschen, zeigt dieser Rückblick.
„2025 war für uns ein sehr arbeitsintensives Jahr“, erklärte Michael Klahre der Feuerwehr Dresden im Interview mit Sachsen Fernsehen. Große Brände, gefährliche Rauchentwicklungen und komplexe Einsatzlagen hätten die Einsatzkräfte immer wieder an ihre Grenzen gebracht. Besonders wichtig sei in solchen Situationen das frühe Reagieren: Spätestens bei starker Rauchentwicklung sollten Menschen ihre Wohnungen verlassen, da Orientierung und Atmung schnell eingeschränkt seien.
Auch die Zusammenarbeit zwischen Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr spiele eine entscheidende Rolle. Bei großen Einsatzlagen übernehme die Freiwillige Feuerwehr inzwischen sogar die Führungsunterstützung. „Wenn sie da sind, wissen wir, dass alles läuft“, sagte der Feuerwehrsprecher. Diese gewachsene Zusammenarbeit sei ein großer Rückhalt im Einsatzalltag.
Trotzdem bleibt das Thema Nachwuchs eine Herausforderung. Deutschlandweit konkurrieren Berufsfeuerwehren um qualifizierte Kräfte, erklärte die Feuerwehr. Demografischer Wandel und berufliche Mobilität sorgten für Fluktuation. In Dresden werden deshalb jährlich mindestens 24 Brandmeisterinnen und Brandmeister sowie zehn Notfallsanitäter ausgebildet. 2025 gab es dabei ein Novum: Der Anteil der Frauen im Brandmeister-Lehrgang war erstmals zweistellig. „Das zeigt, dass dieser Beruf für alle offen ist – unabhängig von Geschlecht oder Herkunft“, so Klahre.
Mit Blick auf Silvester richtet die Feuerwehr einen klaren Appell an die Bevölkerung. Alkohol und Leichtsinn seien häufige Ursachen für Verletzungen und Einsätze in der Silvesternacht. Zudem dürften ausschließlich zugelassene Feuerwerkskörper verwendet werden. „Wenn ein Feuerwerkskörper nicht zündet, bitte nicht noch einmal anfassen oder anzünden“, betonte die Feuerwehr gegenüber Sachsen Fernsehen.
Besondere Vorsicht gelte auch für Balkone und Dachterrassen. Brennbare Gegenstände sollten entfernt werden, da Raketen immer wieder Brände verursachen. Wer Feuerwerk zünden möchte, solle dies nur auf freien Flächen und mit ausreichend Abstand zu Menschen und Gebäuden tun. Ziel sei es, dass der Jahreswechsel für alle sicher verläuft – und die Feuerwehr möglichst wenig ausrücken muss.