Fr., 05.06.2026 , 15:04 Uhr

Frau mit Fleischerbeil getötet - Gericht verhängt lebenslange Haft

Chemnitz – Der Fall sorgte weit über Chemnitz hinaus für Entsetzen: Eine Frau wurde im vergangenen Jahr mit einem Fleischerbeil getötet. Nun hat das Landgericht sein Urteil gesprochen.

Im September vergangenen Jahres erschütterte ein brutaler Gewalttatfall Chemnitz. Nach Überzeugung des Gerichts tötete ein heute 39-jähriger afghanischer Mann seine Ehefrau in der gemeinsamen Wohnung mit einem rund 900 Gramm schweren Fleischerbeil. Die Frau wurde unter Reanimationsmaßnahmen in ein Krankenhaus gebracht, erlag dort jedoch ihren schweren Verletzungen. Die Polizei nahm den Mann noch am Tatort fest.

Zu Beginn des Prozesses im April lautete die Anklage zunächst auf Totschlag. Im Verlauf des Verfahrens forderte die Staatsanwaltschaft jedoch eine Verurteilung wegen Mordes und damit die höchstmögliche Strafe des deutschen Strafrechts. Nun ist am Freitag vor dem Landgericht das Urteil gefallen. Das Gericht verurteilte den 39-Jährigen wegen Mordes zu lebenslanger Freiheitsstrafe. Zudem stellte die Kammer die besondere Schwere der Schuld fest. Damit ist eine Entlassung nach 15 Jahren in der Regel ausgeschlossen. Auch die beiden Kinder der Getöteten waren als Nebenkläger am Verfahren beteiligt. Den beiden Kindern sprach das Gericht jeweils 15.000 Euro Hinterbliebenengeld zu.

Mit dem Urteil endet ein Verfahren, das nicht nur die Angehörigen, sondern auch viele Menschen in der Region bewegt hat.