Chemnitz- Dichter Rauch drang aus den Fenstern, das gesamte Treppenhaus war verraucht. Dramatische Szenen am Dienstagabend in Chemnitz-Gablenz. In einem Hochhaus an der Carl-von-Ossietzky-Straße war im Keller ein Feuer ausgebrochen.
Gegen halb acht rückten Feuerwehr und Rettungsdienst an. Was die Einsatzkräfte vor Ort erwartete, schilderte Jan Ziller, Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Chemnitz. Für die Bewohner wurde das eigene Treppenhaus zur Gefahr. Während die Feuerwehr gegen die Flammen kämpfte, lief gleichzeitig die Menschenrettung. Auch die Freiwillige Feuerwehr Adelsberg war im Einsatz.
Insgesamt fünf Bewohner kamen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Der gesamte Wohnblock musste evakuiert werden. Auch der Leitende Notarzt wurde zur Einsatzstelle gerufen. Weshalb die Rettungskräfte bei diesem Einsatz besondere Vorkehrungen trafen, erklärte Jan Ziller von der Berufsfeuerwehr Chemnitz.
Die Flammen konnten schließlich schnell gelöscht werden. Doch in Teilen des Gebäudes war zunächst die Stromversorgung unterbrochen. Dann wurde klar: Das Feuer war offenbar absichtlich gelegt worden! Unbekannte hatten im Keller Kleidungsstücke angezündet. Auch ein Kinderwagen war von den Flammen betroffen. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen Brandstiftung auf. Von den Tätern fehlte zunächst jede Spur. Bereits am Sonntagabend hatte es in Chemnitz einen ähnlichen Vorfall gegeben. Im Stadtteil Markersdorf hatten Jugendliche in einer Turnhalle Sportgeräte angezündet. Der Schaden ging wohl in die Tausende. Ob beide Taten miteinander zusammenhingen, war zunächst unklar.