Mi., 30.04.2025 , 15:43 Uhr

Realisiert wird das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Stadtsportbund Chemnitz

Fußballprojekt nur für Mädchen - Kicken ganz ohne Regeln

Chemnitz- Freude am Spiel, ganz ohne Erfolgsdruck – was andernorts oft nur schwer umzusetzen ist, wird in Chemnitz nun Realität. Ein neues Projekt schafft Raum für junge Fußballerinnen, in dem Spaß, Freiheit und Gemeinschaft im Vordergrund stehen. Ohne Vereinsbindung, ohne Verpflichtungen – aber mit jeder Menge Begeisterung. Ein Blick auf eine Initiative, die mehr ist als nur ein sportliches Angebot.

Was hier wie der Alltag einer Damen-F-Jugend aussieht, ist genau genommen gar kein Training. Man kann kommen, wann man will, und spielen, was man will – solange der Ball im Mittelpunkt steht. Man muss nicht einmal Vereinsmitglied sein. Es gibt nur eine Bedingung: Teilnehmen dürfen ausschließlich Mädchen. Unter dem Titel „Mädchen an den Ball“ startete am Dienstag in der Kulturhauptstadt ein Projekt, das zumindest in Chemnitz seinesgleichen sucht. Gänzlich kostenlos kommen junge Mädchen ganz ohne Leistungsdruck auf den Bolzplatz und haben dort die Möglichkeit, sich am Ball auszuprobieren – ganz ohne Jungs. Das Projekt wurde ursprünglich in München ins Leben gerufen und ist mittlerweile in sieben weiteren Städten verankert. Dass Chemnitz nun ebenfalls dazugehört, hängt vor allem mit dem Kulturhauptstadtjahr 2025 zusammen.
Realisiert wird das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Stadtsportbund Chemnitz. Rund anderthalb Jahre hat es von der Idee bis zur Umsetzung gedauert. Das Ergebnis kann sich aus Sicht von Jens Köhler, dem Präsidenten des Stadtsportbundes Chemnitz, durchaus sehen lassen. Das zeige bereits die Resonanz am ersten Tag.
Für das Training braucht es natürlich einen Platz – und den stellt der Polizeisportverein Chemnitz. Trainiert wird auf einer modernen Kunstrasenanlage. Diese wird zwar auch von anderen Sportlern genutzt, doch den Terminplan an das neue Projekt anzupassen, war für den Präsidenten des Chemnitzer Polizeisportvereins Ehrensache.
Auch bei den Teilnehmerinnen selbst kam der Auftakt des Projekts hervorragend an – vor allem, weil man ganz ohne Jungs auch einfach konkurrenzloser kicken kann.
Das Projekt ist zunächst auf ein Jahr angelegt. Danach will man prüfen, ob eine Verlängerung realisierbar ist. Begeisterte Fußballerinnen zwischen sechs und 16 Jahren können bis dahin jeden Dienstag von 16 bis 18 Uhr ganz ohne Leistungsdruck versuchen, das Runde ins Eckige zu bringen.