Do., 26.03.2026 , 17:13 Uhr

Die Idee ist, den Mittelstand enger zu vernetzen und dadurch wirtschaftlich zu stärken.

Gemeinsam stärker - „Wir sind Mittelstand“ feiert Jahresauftakt

Chemnitz- Neue Impulse für die Region: Ein frisches Netzwerk setzt auf kurze Wege, direkte Kontakte und mehr Zusammenarbeit im Mittelstand.

Ich bin Mittelstand hieß es am Dienstag im Chemnitzer Kraftverkehr. Das Team um Ronny Meichsner hatte zum Jahresauftakt des Unternehmernetzwerkes geladen. Thematisch stand – wie bei derlei Treffen üblich – die Vernetzung im Vordergrund. Derartige Veranstaltungen dürften im Jahreskalender eines Unternehmers häufiger auftauchen. Aus Sicht von Ronny Meichsner unterscheidet sich der Verein „Ich bin Mittelstand“ von anderen Akteuren vor allem in der Herangehensweise.

In der Praxis will das Netzwerk dann beispielsweise bei einem drohenden Lieferantenausfall aus den eigenen Reihen schnell nachsteuern – Dinge, die Unternehmern den Alltag erleichtern können. Allerdings sei das aus Sicht von Ronny Meichsner nicht die größte Herausforderung. Was Firmeninhaber derzeit wirklich bremst, seien vor allem die hohen Energiepreise und langfristig das größte Sorgenkind im Freistaat: der Automobilbau.

Den Kopf würde deshalb kaum ein Unternehmer in den Sand stecken. Die Probleme in der alten Industriestadt angepackt und aktiv gelöst. Dabei kommt den Ortsansässigen eine Chemnitzer Eigenheit zugute: Die Wege zwischen den Unternehmen sind kurz – und die sogenannte Hands-on-Mentalität ist in der Stadt gelebte Realität.

Der Jahresauftakt von „Ich bin Mittelstand e.V.“ zeigt: Hinter dem Netzwerk steckt mehr als nur Austausch – es geht um konkrete Chancen für Unternehmen in der Region. Ob neue Aufträge, gezielte Kooperationen oder direkte Kontakte: Die Idee ist, den Mittelstand enger zu vernetzen und dadurch wirtschaftlich zu stärken. Der Abend im Chemnitzer Kraftverkehr war damit nicht nur ein erstes Kennenlernen, sondern zugleich ein Startsignal für eine Zusammenarbeit, von der Unternehmerinnen und Unternehmer in Chemnitz und dem Umland künftig spürbar profitieren könnten.