Mi., 21.01.2026 , 17:46 Uhr

Die Polizei hat Ermittlungen gegen den 15-jährigen Tatverdächtigen aufgenommen – unter anderem wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.

Gift-Alarm an Schule: Schüler versprüht unbekannte Substanz

Chemnitz- Ein stechender Geruch sorgt heute Mittag für einen Großeinsatz an einer Chemnitzer Oberschule. Polizei und Feuerwehr rückten aus, mehrere Personen klagten über Atemwegsreizungen. Die Ermittlungen laufen.

Große Aufregung heute Mittag an einer Oberschule in der Ernst-Heilmann-Straße in Chemnitz. Gegen 11.30 Uhr breitete sich plötzlich ein stechender Geruch im Schulgebäude aus. Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte rückten mit Blaulicht an. Nach ersten Erkenntnissen soll ein 15-jähriger Schüler (russischer Staatsangehöriger) in einer Jungentoilette im ersten Obergeschoss eine bislang unbekannte Substanz versprüht haben. Der beißende Geruch zog rasch durch das Treppenhaus – angrenzende Klassenräume wurden sofort evakuiert. Mehrere Personen klagten anschließend über Atemwegsreizungen. Betroffen waren drei Frauen im Alter von 37, 41 und 48 Jahren sowie fünf Jugendliche (zwei Mädchen, drei Jungen) zwischen 15 und 18 Jahren. Sie wurden noch vor Ort von Rettungskräften untersucht. Schwere Verletzungen gab es nach aktuellem Stand nicht.

Die Feuerwehr konnte trotz Messungen keine gefährlichen Stoffe nachweisen. Das Schulgebäude wurde mit Ventilatoren intensiv gelüftet und anschließend wieder freigegeben. Der Unterricht konnte nach dem Einsatz fortgesetzt werden. Die Polizei hat Ermittlungen gegen den 15-jährigen Tatverdächtigen aufgenommen – unter anderem wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Zudem soll geklärt werden, um welche Substanz es sich handelte und was genau hinter der Tat steckt.