Mi., 24.04.2024 , 17:35 Uhr

Großrazzia in Leipzig - Schwer bewaffnete Polizisten durchsuchen Wohnungen

In den frühen Morgenstunden kam es es heute zu einem groß angelegten Polizeieinsatz im Leipziger Süden. Die Staatsanwaltschaft Leipzig und die Sonderkommission Linksextremismus haben dabei insgesamt 10 Objekte durchsucht und mehrere Tatverdächtige festgenommen.

Die Razzia richtete sich gegen neun Beschuldigte im Alter zwischen 20 und 53 Jahren. Gegen die Tatverdächtigen wird wegen des Vorwurfs der gemeinschaftlich begangenen gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Sie sollen Teil einer vermummten Gruppe gewesen sein, die am 6. Nobember 2023 einen 22-jährigen Mann am Leipziger Bahnhof angegriffen haben sollen. Der Mann wurde dabei körperlich verletzt und musste ambulant behandelt werden. Zur Beweissicherung trugen die Einsatzkräfte kistenweise potenzeillen Beweismaterials aus den Wohnungen.

Gegen drei der Beschuldigten besteht desweiteren der Tatverdacht der versuchten Brandstiftung un der Sachbeschädigung. Sie sollen am 30. November 2023 versucht haben einen Schaltkasten in einer Tiefgerage in Leipzig-Connewitz anzuzünden. Gegen einen weiteren Beschuldigten besteht außerdem der Vorwurf des tätlichen Angriffs auf einen Vollstreckungsbeamten. Der Großeinsatz dauerte bis in den frühen Nachmittag. Beteiligt waren neben der Landeskriminalamt Sachsen auch Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei Sachsen und der Polizeidirektion Leipzig. Laut Polizeiangaben waren der Razzia umfangreiche Ermittlungen vorausgegangenen.