Do., 22.10.2026 , 10:31 Uhr

Leipzig

Gruselspaß: BELANTIS startet Halloween-Saison

Halloween im BELANTIS bei Leipzig: Neue Horror-Labyrinthe, gruselige Gestalten und ein exklusiver Blick hinter die Kulissen.

Leipzig. Künstliche Wunden, schaurige Gestalten und dunkle Labyrinthe: Im Freizeitpark BELANTIS bei Leipzig hat die Halloween-Saison begonnen. Bis zum 1. November verwandelt sich der Park an insgesamt zehn Veranstaltungstagen in eine Gruselwelt. Neu ist in diesem Jahr nicht nur die Aufteilung des Programms nach Alter und Tageszeit. Auch hinter den Kulissen wurde aufwendig gearbeitet.

Tagsüber Familienspaß, abends Horror

Zum ersten Mal unterscheidet BELANTIS zwischen den sogenannten „Spooky Days“ und den „Horror Nights“.

Tagsüber bis 16 Uhr richtet sich das Halloween-Programm vor allem an Familien mit jüngeren Kindern. Für Besucher ab vier Jahren gibt es herbstliche Dekorationen, besondere Veranstaltungen und drei Halloween-Labyrinthe. Eines davon, „Das Geheimnis der Königsgruft“, ist neu und für Kinder ab sechs Jahren freigegeben.

Ab 16:30 Uhr beginnt dann das deutlich intensivere Horrorprogramm. Insgesamt fünf Labyrinthe sind während der Horror Nights geöffnet. Sie richten sich je nach Attraktion an Gäste ab zwölf beziehungsweise 16 Jahren.

„Der alte Markt wird dann auch zur Schattenzone. Da wird es ganz besonders gruselig“, erklärt BELANTIS-Pressesprecherin Winnie Vorsatz im Gespräch mit SACHSEN FERNSEHEN.

Die Altersangaben sind bei den Horror Nights ein wichtiger Orientierungspunkt. Familien mit jüngeren Kindern können weiterhin im Park bleiben, sollten die besonders gruseligen Bereiche aber meiden. Für einzelne Labyrinthe gelten verbindliche Altersgrenzen.

Bis zu 80 Stunden Arbeit für die Kostüme

Was die Besucher als fertiges Gruselerlebnis wahrnehmen, ist das Ergebnis aufwendiger Vorbereitungen.

Bei einem Rundgang hinter die Kulissen von BELANTIS trifft SACHSEN FERNSEHEN zwei Gruseldarsteller, die im neuen Labyrinth „Sporen des Bösen“ auftreten. Ihre Figuren sind Teil einer Geschichte rund um ein mysteriöses Forschungslabor.

Besonders auffällig sind die Kostüme und die künstlich veränderten Gesichter. Die Darsteller arbeiten mit Wunden, Verfärbungen und unterschiedlichen Materialien, um den Figuren ein möglichst unheimliches Aussehen zu geben.

„Die Kostüme habe ich gemacht. Und insgesamt stecken in den Kostümen um die 60 bis 80 Stunden Arbeit drin“, berichtet eine der Beteiligten.

Die Verwandlung beschränkt sich nicht auf das Gesicht. Auch die Kleidung ist Teil der Inszenierung. Beschädigungen, Flecken und farbliche Veränderungen sollen den Eindruck vermitteln, dass die Figuren bereits einiges erlebt haben.

Mehr als nur ein kurzer Schreckmoment

Doch hinter einer gelungenen Gruselszene steckt mehr als eine möglichst unheimliche Maske.

Die Darsteller müssen auf die Menschen reagieren, die ihnen begegnen. Dabei geht es nicht ausschließlich darum, Besucher zum Schreien zu bringen. Manche Figuren versuchen vielmehr, die Gäste in die Geschichte hineinzuziehen.

Ein Darsteller, der im Labyrinth einen Wissenschaftler verkörpert, erklärt im Interview, dass er sich für seine Rolle Situationen überlegt. Durch die Handlung und die Reaktion auf die Besucher soll eine eigene Atmosphäre entstehen.

Entscheidend ist dabei auch die Spielfreude.

„Allein der Kontakt mit den Zuschauern, das ist eigentlich das Schönste, auch immer wieder zu sehen, was funktioniert, was funktioniert nicht“, beschreibt einer der Darsteller seine Erfahrung.

Die Besucher sind damit nicht bloß Zuschauer einer festgelegten Inszenierung. Ihre Reaktionen beeinflussen auch, wie sich Begegnungen mit den Figuren entwickeln.

Neue Labyrinthe und monatelange Vorbereitungen

Auch die Gestaltung der Kulissen hat viel Zeit in Anspruch genommen. Nach Angaben des Freizeitparks begann Bühnenbildner und Dekorateur Thomas Reuter bereits im Frühjahr mit ersten Arbeiten.

Für das Halloween-Programm entstanden unter anderem Skulpturen, Kulissenelemente und neue thematische Räume. Der Park selbst wurde mit zahlreichen Halloween-Dekorationen ausgestattet.

Neben „Das Geheimnis der Königsgruft“ und „Sporen des Bösen“ gehört auch „Zorn des Anubis“ zu den neuen Angeboten.

Für die Entwicklung von „Sporen des Bösen“ holte BELANTIS zudem Unterstützung von außen. Die französische Firma FX3, die auch an Horror-Attraktionen anderer Freizeitparks arbeitet, war an der Entwicklung beteiligt.

Damit setzt der Park nicht allein auf Dekoration. Die Labyrinthe erzählen jeweils eigene Geschichten. So führt „Das Geheimnis der Königsgruft“ die Besucher beispielsweise in eine Welt mit altägyptischen Gottheiten, Pharaonen und Mumien.

Was kostet Halloween im BELANTIS?

Eine weitere Veränderung betrifft den Eintritt. Erstmals sind sämtliche Halloween-Labyrinthe im regulären Parkticket enthalten. Ein gesonderter Aufpreis für die Gruselattraktionen fällt nicht an.

Die regulären Tickets kosten online nach Angaben des Freizeitparks ab 29 Euro. An den Veranstaltungstagen ist BELANTIS von 11 bis 21 Uhr geöffnet.

Das Halloween-Programm findet vom 21. Oktober bis zum 1. November 2026 statt. Am 26. und 27. Oktober bleibt der Park geschlossen.

Am Abend soll es außerdem eine Lichtshow am Schloss mit einem anschließenden Feuerwerk geben. Auch die regulären Fahrgeschäfte können während der Halloween-Veranstaltungen genutzt werden.

Zwischen Gänsehaut und Spielfreude

Warum sich Menschen freiwillig erschrecken lassen, kann viele Gründe haben. Für die Darsteller bei BELANTIS liegt der besondere Reiz offenbar auch darin, mit den Besuchern zu spielen und ihre Reaktionen unmittelbar zu erleben.

Während Familien tagsüber die weniger gruseligen Angebote erkunden können, setzt der Freizeitpark am Abend bewusst auf intensivere Inszenierungen.

Für die Menschen hinter den Masken bedeutet das: vorbereiten, schminken, in die Rolle schlüpfen und auf jeden neuen Besucher reagieren.

Was für das Publikum nur wenige Minuten dauert, ist hinter den Kulissen oft das Ergebnis vieler Stunden Arbeit.