Fr., 28.11.2025 , 13:00 Uhr

Weihnachtsbasar der Justizvollzugsanstalten kehrt nach sechs Jahren zurück

Handwerk hinter Mauern

Nach sechs Jahren Pause ist der Weihnachtsbasar der sächsischen Justizvollzugsanstalten zurück. Im frisch sanierten Sächsischen Justizministerium präsentieren die Werk- und Therapieeinrichtungen der neun JVAs sowie der Jugendstrafvollzugsanstalt ihre handgefertigten Produkte.

In Sachsen sitzen aktuell 2.965 Gefangene, rund 1.600 von ihnen arbeiten in den verschiedenen Betrieben. Dazu gehören unter anderem Bäckereien, Fleischereien, Tischlereien, Polstereien, Nähereien, Schlossereien und Gartentechnik-Werkstätten. Viele der Produkte, die heute verkauft werden, entstehen im Rahmen von Ausbildung, Resozialisierungsmaßnahmen oder Kunsttherapie.

Besonders beliebt bei den Besucherinnen und Besuchern sind Stollen, Wursterzeugnisse, Taschen, Holzschalen und Weihnachtsartikel. Einige kennen die Arbeiten bereits aus dem „Gitterladen“, dem offiziellen Online-Shop der sächsischen Justizvollzugsanstalten.

Der Basar bietet aber nicht nur die Gelegenheit zum Einkaufen: Er soll auch einen Blick hinter die Mauern ermöglichen und zeigen, wie wichtig Arbeit im Vollzug ist. Eine feste Tagesstruktur, handwerkliche Qualifikation und Ausbildungsmöglichkeiten sollen dazu beitragen, Gefangene auf ein Leben nach der Haft vorzubereiten.

Der Weihnachtsbasar im Justizministerium läuft am Veranstaltungstag bis 13:30 Uhr. Ein weiterer Basar findet am 4. Dezember im Justizzentrum Dresden statt. Nach Angaben von Justizministerin Constanze Geiert (CDU) ist geplant, die Tradition künftig jährlich fortzuführen.