Chemnitz- Die Sommer werden heißer, die Diskussionen um Klimaschutz und Stadtentwicklung lauter. Doch wie gut ist Chemnitz tatsächlich für die Zukunft gerüstet? Eine neue Auswertung liefert jetzt spannende Antworten.
Im bundesweiten Vergleich landet Chemnitz mit der Bewertung „Gelb/Orange“ im Mittelfeld. Ein Grund zur Entwarnung ist das allerdings nicht. Zwar kann die Stadt beim Baumbestand punkten, doch an anderer Stelle gibt es deutliche Probleme. Positiv: Chemnitz verfügt über vergleichsweise viele Bäume, die an heißen Tagen Schatten spenden und für Abkühlung sorgen. Damit schneidet die Stadt besser ab als viele andere Kommunen. Allerdings wird der von Experten empfohlene Wert von 30 Prozent Baumbedeckung noch nicht überall erreicht. Sorgen bereitet dagegen die zunehmende Flächenversiegelung. Zwischen 2018 und 2025 wurden weitere Flächen bebaut oder asphaltiert. Die Folge: Regenwasser kann schlechter versickern und Straßen, Plätze sowie Gebäude heizen sich im Sommer immer stärker auf.
Besonders kritisch wird das mit Blick auf die steigenden Temperaturen. Auch in Chemnitz werden Hitzewellen häufiger. Vor allem für ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich angeschlagene Personen können die hohen Temperaturen zur Belastung werden. Damit die Chemnitzer trotzdem einen kühlen Kopf bewahren, setzt die Stadt auf verschiedene Maßnahmen. So zeigt der sogenannte „Coole Stadtplan“, wo sich Trinkbrunnen, schattige Parks, Grünflächen und kostenlose Refill-Stationen befinden. Wer unterwegs Abkühlung sucht, soll dort schnell fündig werden.
Zusätzlich raten die Verantwortlichen dazu, die Warnungen des Deutschen Wetterdienstes zu nutzen. Über die WarnWetter-App können sich Bürger frühzeitig über extreme Hitze informieren lassen. Das Fazit des Hitze-Checks: Chemnitz steht besser da als manche andere Stadt, ist aber noch längst nicht am Ziel. Mehr Grün, weniger Beton und zusätzliche Maßnahmen gegen die zunehmende Aufheizung werden auch in Zukunft nötig sein.