Mi., 03.06.2026 , 09:13 Uhr

Im Rahmen des Austauschs stand auch eine Fragerunde mit Oberbürgermeister Sven Schulze auf dem Programm.

Hola Chemnitz - Argentinische Schüler auf Stippvisite im Rathaus

Chemnitz- Internationale Begegnungen statt Schulbank-Alltag: In Chemnitz ist derzeit eine Schülergruppe aus Argentinien zu Gast. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht nur die Verbesserung der Sprachkenntnisse, sondern auch die Kultur der Region.

Auch wenn es auf den ersten Blick so wirkt – der Chemnitzer Stadtrat hat keine Verjüngungskur hinter sich gebracht. Dass im ehrwürdigen Saal die Dichte junger Menschen am Ontag weit über dem Normalpegel lag, hat nichts mit der Nachwuchsarbeit der Parteien zu tun, sondern mit einem Schüleraustausch. 19 argentinische Schülerinnen und Schüler sind noch bis zum 7. Juni in der ehemaligen Kulturhauptstadt zu Gast. Am Montag stand nach einer Stadtrallye die Stippvisite im Rathaus auf dem Programm. Für Oberbürgermeister Sven Schulze sozusagen ein Cheftermin. Das Stadtoberhaupt hat vor drei Jahrzehnten selbst an einem Austausch teilgenommen. Ein solches Programm sei perfekt, um Land und Leute kennenzulernen und auch mit dem einen oder anderen Klischee aufzuräumen.

Dingen, denen Juan Manuel Olivieri nur zustimmen kann. Der Lehrer begleitet bereits zum 16. Mal eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern aus Argentinien bei ihrem Besuch in Chemnitz. Natürlich gehe es auch um die Verbesserung der Deutschkenntnisse. Doch im Vordergrund stehe nicht die perfekte Grammatik, sondern die Kultur vor Ort.

Im Rahmen des Austauschs stand auch eine Fragerunde mit Oberbürgermeister Sven Schulze auf dem Programm. Für Lucia Fedenzuck ein durchaus interessanter Programmpunkt. Für die 16-jährige argentinische Schülerin sei ihre eigene Frage natürlich die wichtigste gewesen. Aber auch das Thema Jugendparlament und vor allem der Vergleich mit dem in Argentinien sei sehr informativ gewesen.

Und auch für Sven Schulze war die Fragerunde durchaus aufschlussreich. Als Oberbürgermeister beantworte er immer wieder Fragen von Schülerinnen und Schülern. Es gebe dabei durchaus wiederkehrende Themen. Der Blick der Austauschschüler sei in manchen Punkten jedoch naturgemäß ein anderer.

In den kommenden Tagen sollen die Jugendlichen weitere Einblicke in den deutschen Schulalltag erhalten und das Leben in ihren Gastfamilien kennenlernen. Darüber hinaus stehen Ausflüge in Chemnitz und ausgewählte Regionen Sachsens auf dem Programm. So sollen die Schülerinnen und Schüler auch einen Eindruck davon gewinnen, wie sich Chemnitz durch das Kulturhauptstadtjahr verändert hat und was die Region darüber hinaus auszeichnet.