Dresden: Die IHK beschreibt die wirtschaftliche Lage in Sachsen zum Jahresbeginn 2026 als weiterhin schwierig. Von „Impulsen nach oben“ könne aktuell keine Rede sein – stattdessen sprechen die Kammern von einer anhaltenden Seitwärtsbewegung. Das betreffe Dresden ebenso wie den gesamten Freistaat.
Als zentrale Risikofaktoren nennen die IHKs hohe Arbeitskosten, hohe Energiekosten, politische Rahmenbedingungen – und vor allem eine „überbordende Bürokratie“. Besonders die Industrie stehe unter Druck: Hier fehle es teils an Wettbewerbsfähigkeit, Reformen seien dringend nötig, kämen aber bislang nicht ausreichend an.
In Dresden gibt es aus Sicht der IHK eine Sonderrolle: Die Mikroelektronik gilt als Zukunftsbranche und wächst weiter. Gleichzeitig reicht dieser Vorteil noch nicht aus, um den Gesamtstandort spürbar „statistisch nach oben“ zu ziehen. Rohleder verweist auf sichtbare Investitionen – etwa rund um den Bau von TSMC sowie Erweiterungen bei Infineon und Ankündigungen bei GlobalFoundries. Bis 2030 erwartet die IHK „viele tausend“ zusätzliche Arbeitsplätze – auch in der Zulieferindustrie. Entscheidend sei aber, die Wertschöpfung in Sachsen zu erhöhen: Neben der Produktion müsse vor allem Chipdesign, also Entwicklung und Forschung, stärker wachsen. Positiv wertet die IHK, dass ein vom Bund geplantes Chipdesign-Zentrum nach Dresden kommen soll.