Chemnitz – Die Sommer werden heißer – und das stellt auch Städte vor neue Herausforderungen. Mehr Schatten, mehr Wasser und mehr Grün sollen dabei helfen, die Folgen extremer Hitze abzumildern.
Asphalt glüht, Plätze heizen sich auf, jeder Schattenplatz ist besetzt. Was früher nur an wenigen Tagen im Jahr ein Problem war, wird inzwischen zum Dauerzustand. Hitze ist längst nicht mehr nur unangenehm, sie verändert, wie Städte gebaut werden müssen. In Chemnitz arbeiten deshalb das Amt für Gesundheit und Prävention sowie das Umweltamt eng zusammen, um die Lebensqualität der Bürger im Sommer zu verbessern. Dabei wird laut Sarah Arnold vom Umweltamt Chemnitz zwischen kommunikativen und baulichen Maßnahmen unterschieden.
Neben Springbrunnen gehören auch große Bäume zu den Maßnahmen, um für mehr Schatten und Abkühlung zu sorgen. Das wichtigste Element bleibt laut Arnold jedoch das Wasser.
Bei neuen Bauvorhaben wird ein Formblatt berücksichtigt. Darin wird geprüft, welchen Einfluss die jeweilige Maßnahme auf den Klimaschutz und die Klimaanpassung hat. Um die Bürger noch besser zu informieren, gibt es außerdem eine Karte, die zeigt, wo sich kühle Orte und Trinkwasserstellen in Chemnitz befinden.
Für Trinkwasser, Springbrunnen und Wasserflächen wird natürlich Wasser benötigt. Laut Sarah Arnold herrscht in Sachsen jedoch bereits seit Jahren Wasserknappheit.
Aber auch die Bürgerinnen und Bürger können laut Sarah Arnold die Stadt unterstützen. Grundstücksbesitzer können beispielsweise dazu beitragen, Wasser auf ihren Flächen zu halten. Das bedeutet unter anderem, möglichst keine Bäume zu fällen, da insbesondere alte Bäume das Stadtklima deutlich verbessern. Außerdem kann jeder dazu beitragen, das Trinkwassernetz auszubauen – etwa durch eine sogenannte Refill-Station. Geschäfte oder Unternehmen stellen dabei kostenlos Trinkwasser zur Verfügung. Blaue Refill-Aufkleber kennzeichnen die Standorte, an denen sich jeder kostenlos mit Trinkwasser versorgen kann.