Ursprünglich war das KarliBeben ins Leben gerufen worden, um die Kneipenkultur auf der Karl-Liebknecht-Straße in schwierigen Zeiten zu stärken. Doch die Organisation war stets eine Herausforderung, nicht zuletzt wegen der Finanzierung. In diesem Jahr kommt eine weitere Hürde hinzu: spontane Baustellenpartys, die in den vergangenen Monaten für Unruhe, Müll und Beschwerden gesorgt haben.
Die Veranstalter haben deshalb umgeplant: Statt wie ursprünglich auf 1.090 Metern Länge mit vier Bühnen, wird das Fest nun auf einen 260 Meter langen Abschnitt an der Ecke Karl-Liebknecht-Straße / Scharnhorststraße verlegt.
Ganz ohne die Karli soll das Fest aber nicht auskommen: Ab 12 Uhr mittags startet das Programm, bis 22 Uhr gibt es Live-Musik auf drei Bühnen – der Waldbühne, der Wiesenbühne und im Wohnzimmer. Lokale Bands und Newcomer sorgen für den Sound des Tages.
Wir haben mit vier Acts gesprochen, die am Samstag auftreten werden – von Indie über Rock bis Elektro. Sie alle eint die Vorfreude, Leipzig nach acht Jahren Funkstille wieder ein musikalisches Straßenfest zu schenken.
Auch wenn das Fest selbst nicht mehr auf der kompletten Karli stattfindet, die dort ansässige Gastronomie bleibt ein Teil des Programms: Nach den Konzerten geht es weiter in die Nacht – mit After-Show-Partys im Velvet und im Absturz.
Die Veranstalter rechnen mit rund 20.000 Besuchern. Damit wird das KarliBeben 2025 zwar kleiner, aber keineswegs leiser.