Chemnitz- Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat bei ihrem Besuch in Chemnitz nicht nur über nötige Strukturreformen, weniger Bürokratie und mehr „Risikoappetit“ gesprochen – sie wollte vor allem sehen, wie regionale Wirtschaft ganz praktisch Zukunft gestaltet. Deshalb führte ihr Weg auch zu enviaM, einem städtischen Unternehmen, das seit Jahren als starker Ausbildungsbetrieb in der Region gilt.
Beim Rundgang durch die Ausbildungswerkstatt bekam die Ministerin Einblicke in den Alltag der jungen Nachwuchskräfte – und griff selbst aktiv mit ein. Mit einer VR-Brille versuchte sie sich im virtuellen Schweißen. Die Technik soll Azubis die Angst vor ersten echten Schweißarbeiten nehmen – und zeigte gleichzeitig, wie modern Ausbildung heute funktioniert. Doch abseits der Azubis beschäftigte die Ministerin auch die Thematik bezahlbare Energie.
Doch der Besuch bei enviaM drehte sich vor allem um das Thema Fachkräfte – und darum, wie man junge Talente gewinnt und langfristig hält. Reiche würdigte das Unternehmen als wichtigen Ausbildungsstützpunkt der Region. Wie wichtig der Austausch mit der Bundesregierung für das Unternehmen selbst ist, betonte zum Abschluss enviaM-Chef Stephan Lowis.
Ein Besuch, der deutlich machte: Ausbildung, Digitalisierung und bezahlbare Energie gehören zusammen – und sind entscheidend dafür, dass Regionen wie Chemnitz auch künftig Innovationsmotor bleiben.