Schwarzer Rauch, eingeschlossene Bewohner und ein Großeinsatz am Sonntagabend: Ein Kellerbrand hat ein Mehrfamilienhaus in Dresden unbewohnbar gemacht. Mehrere Menschen wurden verletzt.
Gegen 17 Uhr wurde die Feuerwehr Dresden zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus alarmiert. Zunächst ging man von einem Wohnungsbrand aus. Vor Ort zeigte sich jedoch schnell, dass es im Keller brannte. Der Rauch zog durch den gesamten Treppenraum bis in die sechste Etage.
„Der Treppenraum war komplett verraucht, man konnte dort die Hand vor Augen nicht mehr sehen“, schilderte Pressesprecher Michael Klahre. Mehrere Kinderwagen, Roller und Fahrräder waren nach ersten Erkenntnissen im Keller in Brand gesetzt worden.
Die Feuerwehr konnte das Feuer zügig löschen, der Fokus lag jedoch auf der Rettung der Bewohner. 15 Menschen wurden teils über eine Drehleiter, teils mit sogenannten Brandfluchthauben aus dem Gebäude gebracht. Neun Personen kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in umliegende Krankenhäuser.
Besonders dramatisch: In der dritten Etage reichte eine Familie ihr Kind aus dem Fenster, um es vor dem Rauch zu schützen. Die Feuerwehr reagierte sofort und leitete die Rettung über die Drehleiter ein.
Durch die starke Verrauchung ist das Gebäude derzeit nicht bewohnbar. Einige Bewohner kamen bei Freunden und Verwandten unter, drei Menschen wurden mit einem Bus der Dresdner Verkehrsbetriebe in eine Notunterkunft gebracht. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und geht aktuell von Brandstiftung aus.