Fr., 28.08.2026 , 17:42 Uhr

Zwischen Hartmannplatz, Kaßbergauffahrt und Seeberplatz entstehen Bühnen, Aktionsräume und Orte der Begegnung.

KOSMOS 2026: Chemnitz wird zur großen Bühne

Chemnitz- Ein Musikfestival, bei dem es um weit mehr geht als nur um Musik. Menschen kommen für Konzerte – und sollen vielleicht mit neuen Gedanken, neuen Eindrücken oder neuen Begegnungen nach Hause gehen. Dafür breitet sich das KOSMOS in diesem Jahr wieder mitten in Chemnitz aus.

Zwischen Hartmannplatz, Kaßbergauffahrt und Seeberplatz entstehen Bühnen, Aktionsräume und Orte der Begegnung. Das Festival zieht wieder stärker in den urbanen Raum – und bezieht dabei bewusst auch Leerstand mit ein. Und genau dort will der KOSMOS Menschen zusammenbringen, die sich im Alltag vielleicht nie begegnen würden. Zwischen Musik, Kunst, Sport und gesellschaftlichen Debatten steht dabei eine Frage über allem: Wie wollen wir in Zukunft gemeinsam leben? In diesem Jahr rückt deshalb der Austausch noch stärker in den Fokus, erklärt Annemarie Rieseler aus dem Programmmanagement des KOSMOS.

Die Musik als Türöffner. Dahinter wartet ein Programm mit mehreren hundert Angeboten – von Kunst und Sport bis zu gesellschaftlichen Debatten. Mehr als 250 Vorschläge dafür kamen allein über den Open Call. Denn das KOSMOS will nicht nur Programm für die Stadt machen, sondern sie daran beteiligen. Für Ernesto Uhlmann vom Team KOSMOS ist genau diese Beteiligung ein wichtiger Teil des Festivals.

Besonders viel Raum bekommen dabei junge Menschen. Gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung entsteht deshalb ein eigener Jugendbereich. Dort geht es um Fragen, die junge Menschen tatsächlich beschäftigen – etwa darum, wie sie auf ihre Zukunft schauen, wie sie zur Demokratie stehen oder wie es ihnen geht. Auf dem Festival werden daraus konkrete Angebote: mit Panels, Performances und Konzerten, Jugendorganisationen aus ganz Deutschland, einem Pop-up-Späti und Gaming im Kino. Dabei soll es aber nicht nur darum gehen, Programm für junge Menschen zu machen. Tassia Breidenbrücke von der Bertelsmann Stiftung sieht im KOSMOS vor allem einen Ort, an dem junge Menschen selbst zusammenkommen und sich austauschen können.

Genau dieses Zusammenkommen ist Teil des Demokratiegedankens hinter dem Festival. Denn gesellschaftliche Debatten finden längst nicht mehr nur von Angesicht zu Angesicht statt. Das KOSMOS soll deshalb auch ein Ort sein, an dem unterschiedliche Meinungen nicht nur aufeinanderprallen – sondern unterschiedliche Menschen tatsächlich aufeinandertreffen.

Raus aus der eigenen Bubble, rein ins Festival. Und das beginnt in diesem Jahr schon am Freitag: In der Stadthalle feiert die neue KOSMOS-Revue Premiere – kein klassisches Konzert, sondern ein Mix aus verschiedenen Künstlern und Formaten: spielerisch, überraschend und ein bisschen chaotisch. Am Samstag zieht das KOSMOS dann hinaus in die Stadt. Und macht Chemnitz für einen Tag zur Bühne für Musik, neue Ideen – und vor allem für Begegnungen.