Mi., 05.03.2025 , 13:58 Uhr

LVZ-Chefreporter Guido Schäfer zur Situation von RB

Krise bei RB Leipzig: Wie lange ist Marco Rose noch Trainer?

Leipzig - Ein Sieg aus den letzten acht Partien, die Niederlage gegen Mainz und die ersten Stimmen im Verein, die eine Entlassung von Marco Rose fordern - die aktuelle Situation alles andere als optimal für ein Verein, der eigentlich um die Champions League mitspielen sollte. Die Gründe sind laut LVZ-Chefreporter Guido Schäfer vielfältig.

Krise bei RB Leipzig: Was ist passiert?

In den vergangenen acht Bundesliga-Spielen konnte RB Leipzig lediglich einen Sieg verbuchen. Dies sorgt für wachsende Kritik am Cheftrainer Marco Rose. Doch laut Guido Schäfer, Chefreporter der Leipziger Volkszeitung, sei die Lage viel komplexer als eine einfache Trainerdiskussion. „Das ist die größte Delle, die RB je hatte“, erläutert Schäfer, der den Verein seit Jahren begleitet.

 

Warum die Kritik an Marco Rose wächst

Diese sportliche Talfahrt hat die Diskussion um Roses Verbleib als Trainer entfacht. Die Frage steht im Raum, ob neue Impulse notwendig sind. Schäfer verteidigt Rose: „Die Probleme sind vielschichtig. Nur den Trainer rauszuwerfen, reicht nicht.“ Er sieht vielmehr die Abgänge von Leistungsträgern sowie kaum kompensierte Verletzungen als Hauptursachen. Zudem ist der aktuelle Kader im Vergleich zu früheren Jahren nicht auf dem gleichen Niveau.

Verletzungen und Kaderbreite als zentrale Probleme

Leipzig kämpft mit erheblichen Verletzungsproblemen: Xavi Simons, David Raum und vor allem Xaver Schlager fehlten verletzungsbedingt. Laut Schäfer wäre die Mannschaft ohne diese Rückschläge wohl auf einem Champions-League-Platz. Der Kader wurde zudem bewusst kleiner gehalten, um Unzufriedenheit zu vermeiden – ein Risiko, das sich nun in der Breite bemerkbar macht. Ein weiteres Problem sieht Schäfer in der übermäßigen Erwartung an junge Talente wie Openda, die noch Zeit benötigen, um ihr volles Potenzial zu entfalten.

 

Ist Marco Rose noch der Richtige?

Die Zukunft von Rose hängt laut Schäfer stark von den Ergebnissen der kommenden Spiele gegen Freiburg und Dortmund ab. Ein DFB-Pokalsieg und ein Platz in der Champions League wären seine beste Verteidigung. Die Mannschaft geht nun ins Kurztrainingslager nach Österreich – eine Maßnahme, die der Trainer als bewusste Maßnahme anregte, um die Mannschaft mental neu auszurichten. „Es ist Zeit, dass jeder im Team sein Herz in beide Hände nimmt“, fordert Schäfer.

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob RB Leipzig die Wende schafft und ob Rose weiterhin das Vertrauen des Vereins behält.