Dresden - Am Samstag sicherte die Polizei mehrere Versammlungen in der Innenstadt ab. Rund 1.000 Teilnehmer aus dem rechtsextremen Spektrum zogen vom Bahnhof Mitte durch die Stadt und zurück. Insgesamt waren etwa 2.200 Beamte aus Sachsen und anderen Bundesländern im Einsatz. Mehrere Gegenproteste formierten sich aus verschiedenen Stadtteilen und sammelten sich unter anderem am Postplatz. Nach Angaben der Polizei wurden Kundgebungen entlang der Strecke in Hör- und Sichtweite zugelassen.
Laut Polizei versuchten Gegendemonstranten mehrfach Absperrungen zu durchbrechen. Dabei seien auch Beamte angegriffen worden. Die Einsatzkräfte setzten Wasserwerfer als technische Sperre sowie vereinzelt Pfefferspray ein. Insgesamt wurden 24 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Auch bei Teilnehmern der rechten Versammlung wurden verbotene Gegenstände festgestellt und angezeigt.
Das Bündnis Dresden Wi(e)dersetzen kritisiert das Polizeiaufgebot als unverhältnismäßig und fordert künftig strengere Auflagen sowie alternative Routen für rechte Aufmärsche. Die Polizei verweist auf das Versammlungsrecht und ihre Aufgabe, angemeldete Demonstrationen zu schützen und ein Aufeinandertreffen zu verhindern. Der Umgang mit den Demonstrationen rund um den 13. Februar bleibt damit ein Streitpunkt in Dresden.