Fr., 13.03.2026 , 09:48 Uhr

Debatte über Prävention, KI und Ärztemangel in Sachsen

KVimpuls in Dresden: Versorgung neu denken

Dresden - Wie kann die ambulante ärztliche Versorgung in Sachsen langfristig gesichert werden? Darüber wurde an diesem Mittwoch beim „KVimpuls 2026“ der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen im Löwensaal Dresden diskutiert. Im Mittelpunkt standen die Folgen von Ärztemangel, demografischem Wandel und wachsendem Kostendruck. KV-Vorstandschef Dr. Stefan Windau warb für neue Versorgungskonzepte, mehr Kooperation und flexible Strukturen – etwa dort, wo klassische Einzelpraxen an ihre Grenzen kommen.

Auch Prävention und Digitalisierung spielten eine wichtige Rolle. Die stellvertretende KV-Vorstandsvorsitzende Dr. Manuela Sipli forderte ein Umdenken hin zu früherer Vorsorge, um Krankheiten und Folgekosten zu vermeiden. CDU-Landtagsabgeordneter Tom Unger sieht in KI und digitalen Angeboten Chancen, mahnt aber zunächst strukturelle Reformen an. Dr. Hagen Bruder betonte die Bedeutung verlässlicher Perspektiven für niedergelassene Ärzte, Dorothee Obst, Bürgermeisterin Kirchberg forderte mehr Aufmerksamkeit für kleinere Städte und den ländlichen Raum.