Unterrichtsausfall, Transparente und klare Forderungen: Lehrkräfte haben sich heute am Postplatz versammelt, um im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes Druck zu machen.
Sachsen Fernsehen war bei der Kundgebung vor Ort.
Aufgerufen zum Warnstreik hatten unter anderem die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, der Sächsische Lehrerverband sowie der Beamtenbund. Hintergrund ist der Tarifkonflikt für den öffentlichen Dienst der Länder. Nach zwei Verhandlungsrunden liege bislang kein tragfähiges Angebot vor.
Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Zudem verweisen Lehrkräfte auf eine zunehmende Arbeitsbelastung durch Unterrichtsausfall, Mehrarbeit und Personalmangel. „Wenn ich regelmäßig deutlich mehr arbeite, muss sich das auch in der Bezahlung widerspiegeln“, sagte eine Lehrerin aus Dresden im Gespräch mit Sachsen Fernsehen.
Nach Angaben des Landesamt für Schule und Bildung Sachsen kommt es durch die Warnstreiks zu Unterrichtsausfällen, größere Proteste seien jedoch nicht zu erwarten. In Sachsen ist fast jede zweite Lehrkraft verbeamtet – und damit vom Streikrecht ausgeschlossen. An den Aktionen beteiligen sich daher ausschließlich angestellte Lehrerinnen und Lehrer.
Die Warnstreiks sollen sich in den kommenden Tagen auf weitere Regionen ausweiten. Die nächste Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt ist für 11. bis 13. Februar angesetzt.