Fr., 13.02.2026 , 17:09 Uhr

Leipziger Messerattacke: Prozess gegen Ex-Partner gestartet

Leipzig - Brutales Verbrechen erschüttert Reudnitz: Prozess gegen den 37-jährigen Ex-Partner der verstorbenen Frau hat begonnen. Anklage wegen Mordes und gefährlicher Körperverletzung.

Erste Verhandlungstage nach Messerattacke in Leipzig

Am 18. August des letzten Jahres kam es in der Fritz-Hanschmann-Straße im Leipziger Stadtteil Reudnitz zu einer schweren Gewaltattacke. Passanten fanden eine Frau schwer verletzt auf der Straße, die aus ihrer Wohnung geflüchtet war. Ihr ehemaliger Lebensgefährte, ein 37-jähriger Mann, steht nun vor Gericht. Die Anklage laut Staatsanwaltschaft lautet auf Mord, versuchten Mord sowie schwere Misshandlung und gefährliche Körperverletzung.

Tat und Folgen

Nach Angaben von Hans Jagenlauf vom Landgericht Leipzig soll der Angeklagte in die Wohnung seiner Ex-Partnerin eingedrungen sein und sie mit mehreren Messerstichen tödlich verletzt haben. Die schwer verletzte Frau schaffte es noch, sich auf die Straße zu begeben, verstarb jedoch später im Krankenhaus an ihren Verletzungen.

Während die Rettungskräfte die Frau versorgten, wurde in der Wohnung auch der zehnjährige Sohn des Paares mit 14 Messerstichen schwer verletzt aufgefunden. Obwohl der Junge überlebte, hinterlässt die Tat Narben im Viertel und verbreitet Angst unter den Anwohnern. Die Polizei ging zunächst von einem Eifersuchtsmotiv aus, da die Beziehung der beiden vor der Tat endete.

Prozess und weitere Entwicklungen

Der Prozess vor dem Landgericht Leipzig wird insgesamt acht Verhandlungstage umfassen, das Urteil wird am 2. April erwartet. Der Angeklagte, der zuletzt als Reinigungskraft tätig war, hat sich bislang nicht zu seinen Motiven geäußert. Die öffentliche Aufmerksamkeit bleibt hoch, da die Tat nicht nur in der unmittelbaren Umgebung Bestürzung hervorgerufen hat.