Explosionen, verbrannte Hände und zerstörte Knochen – eine Demonstration des Landeskriminalamt Dresden macht deutlich, welche Kräfte in Pyrotechnik stecken. Kurz vor Silvester wollten die Experten für mehr Bewusstsein sorgen.
Bei der Vorführung zeigte das LKA verschiedene pyrotechnische Effekte. Ein herkömmlicher Knallkörper mit Schwarzpulver verursachte an einer Handnachbildung kaum Schäden. Anders sah es bei sogenanntem Blitzknallsatz aus: Schon wenige Gramm reichten aus, um die Hand massiv zu zerstören.
Axel Brehm vom LKA erklärte im Interview mit Sachsen Fernsehen, dass Produkte der Kategorien F1 und F2 bewusst streng limitiert seien. „Diese Beschränkungen haben einen Sinn. Sie sollen schwere Verletzungen verhindern“, so Brehm.
Besonders gefährlich seien Feuerwerkskörper der Kategorien F3 und F4. Diese dürfen nur mit spezieller Erlaubnis genutzt werden. „Wer solche Produkte ohne Fachwissen einsetzt, riskiert schwere Kopfverletzungen oder sogar Todesfälle“, bestätigte Brehm.
Hinzu kommt eine hohe Dunkelziffer bei Verletzungen. Der Appell der Experten ist klar: Hinweise lesen, nur geprüfte Pyrotechnik verwenden – und Silvester sicher feiern.