Zwei bedeutende Schriftzeugnisse treten in der SLUB erstmals in einen direkten Dialog: In der Ausstellung „Weltlinien der Schrift. Der Maya-Codex und die Torah für Dresden“ trifft eine der weltweit nur vier erhaltenen Maya-Handschriften auf eine neu entstehende Torah. Kuratorin Jahna Dahms richtet den Blick dabei auf universelle Fragen: Wie verstehen Menschen die Welt, welche Regeln geben Orientierung und welche Erzählungen verbinden unterschiedliche Kulturen?
Die Schau im Buchmuseum ist Teil von „Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen“. Neben dem Maya-Codex und der Torah zeigt die SLUB ausgewählte jüdische Drucke und Handschriften aus ihren Beständen. Generaldirektorin Katrin Stump verweist auf rund 300 Drucke und etwa 40 Handschriften aus dem 13. bis 18. Jahrhundert. Begleitende Formate sollen die historischen und religiösen Zusammenhänge einordnen. Zudem lässt sich im zugehörigen Projekt verfolgen, wie eine Torah entsteht.