Chemnitz– Gedenkgarten soll an Visionär des Automobilbaus aus Chemnitz erinnern - und das in schwierigen Zeiten für den VW-Konzern.
Ein Garten für einen Visionär. Für Carl Horst Hahn, der Volkswagen in Sachsen über Jahrzehnte auf die Überholspur führte, gibt es jetzt einen besonderen Erinnerungsort in seiner Heimatstadt Chemnitz. Nahe seiner einstigen Familienvilla an der Ecke Händel- und Schumannstraße erinnert der neue Carl-Horst-Hahn-Garten an den langjährigen VW-Manager und Ehrenbürger der Stadt.
Gemeinsam mit Oberbürgermeister Sven Schulze weihte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer die Anlage ein und würdigte dabei vor allem den unternehmerischen Geist Carl Horst Hahns.
Gefeiert wird der 100. Geburtstag des Mannes, der Volkswagen in Sachsen wieder auf Kurs brachte, doch ausgerechnet jetzt scheint der Konzern eher auf die Bremse statt aufs Gaspedal zu treten. Sachsens Ministerpräsident steht dieser Entwicklung kritisch gegenüber und betont die Bedeutung der sächsischen VW-Standorte.
Neben allen wirtschaftlichen Debatten rückt für Michael Kretschmer vor allem der Mensch Carl Horst Hahn in den Mittelpunkt – sein Innovationsgeist ebenso wie seine persönliche Verbundenheit zu Chemnitz.
Wer dem neuen Carl-Horst-Hahn-Garten einen Besuch abstattet, sollte auf ein besonderes Detail achten: Auf der Anlage laden Bänke zum Verweilen ein, darunter auch eine Sitzgelegenheit in Form eines Käfer-Rücksitzes. Für Oberbürgermeister Sven Schulze bietet der Garten nicht nur die perfekte Gelegenheit zum Verweilen, sondern auch die Möglichkeit, mehr über den Visionär Carl Horst Hahn zu lernen.
Carl Horst Hahn, ein Chemnitzer, der nicht nur die Automobilindustrie, sondern auch die Stadtgeschichte geprägt hat. Mit dem neuen Garten ist ein Ort entstanden, der an sein Lebenswerk erinnert, den Menschen in Chemnitz Raum für eine kurze Auszeit bietet und sein Wirken in seiner Heimatstadt lebendig hält.