Chemnitz- Erschütternder Prozessbeginn am Landgericht Chemnitz: Ein 46-jähriger Familienvater steht unter dem Verdacht, sich über Jahre an drei seiner vier Töchter vergangen zu haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm mehrfachen sexuellen und schweren sexuellen Missbrauch vor.
Vor dem Landgericht muss sich ein 46-jähriger Mann verantworten, dem die Staatsanwaltschaft vorwirft, sich in mehreren Fällen des sexuellen Missbrauchs schuldig gemacht zu haben. Der Vater von fünf Kindern soll sich an drei seiner vier Töchter vergangen haben. Die Tatvorwürfe reichen vom sexuellen bis zum schweren sexuellen Missbrauch. Die Differenzierung ergibt sich aus den vorgeworfenen Handlungen und wird im Strafmaß auch unterschiedlich bewertet.
Die Bemessung des Strafmaßes ist im Falle eines Schuldspruchs komplexer als in anderen Verfahren. Denn die vorgeworfenen Taten sollen von März 2014 bis Januar 2025 und damit über einen langen Zeitraum stattgefunden haben. Über die Jahre änderten sich die gesetzlichen Regelungen und Strafrahmen – das bedeutet, dass bei einer Verurteilung verschiedene Paragraphen zur Anwendung kommen. Der Angeklagte befindet sich in Untersuchungshaft. Bei einem Schuldspruch drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft. Neun weitere Fortsetzungstermine sind angesetzt. Wann mit einem Urteil zu rechnen ist, blieb zum Prozessauftakt unklar.