Mit einem Koffer voller Hoffnung reist Julia Mitte Februar nach Indien. Ihr Ziel: möglichst viele Straßenkinder mit Schuhen versorgen und so ihre Lebensbedingungen verbessern.
Indien ist für Julia Klesse längst mehr als ein Reiseziel. Bereits 2007 war die Dresdnerin als Volontärin an einer Schule für Straßenkinder tätig. Seitdem hält sie engen Kontakt zu Menschen vor Ort und war sogar in Musikvideos, Werbespots und Bollywood-Produktionen zu sehen.
Jetzt möchte sie dem Land etwas zurückgeben. Gemeinsam mit ihrem Sohn reist sie am 12. Februar nach Nordindien, um dort Kinder mit Schuhen zu versorgen. Ziel der aktuellen Spendenaktion sind 700 Paar Flipflops.
„Gerade an den Füßen passieren statistisch die meisten Verletzungen“, sagte Julia Klesse im Interview mit Sachsen Fernsehen. Viele Kinder laufen barfuß über heißen Asphalt, Schmutz oder Glasscherben. Entzündungen seien keine Seltenheit – und könnten dazu führen, dass die Kinder nicht mehr zur Schule gehen oder arbeiten können.
Die Idee entstand aus einer persönlichen Erfahrung: Während ihrer Zeit an der Straßenschule kümmerte sich Julia Klesse um einen Jungen mit einer offenen Fußverletzung. Nach mehreren Tagen Pflege konnte er wieder schmerzfrei laufen. „Da habe ich gemerkt, wie viel man mit ganz einfachen Mitteln erreichen kann“, so Klesse.
Vor Ort werden die Schuhe direkt gekauft, um Transportkosten zu sparen. Nach Angaben von Julia Klesse kostet ein Paar Flipflops umgerechnet etwa 1,20 Euro. Bereits fünf Euro Spende ermöglichen damit mehreren Kindern einen geschützten Alltag. Das gesammelte Geld fließt vollständig in Schuhe sowie kleine Hilfsmittel wie Pflaster und Wundsprays.
Spenden sind noch bis zum 12. Februar möglich – entweder direkt oder über ein speziell entwickeltes Yoga-Kartenset, bei dem der Erlös nach Indien geht.