Ein Satellit in der Größe einer Getränkedose, gebaut von vier Schülerinnen aus Dresden: Team Grace hat beim CanSat-Wettbewerb mit einer ungewöhnlichen Idee überzeugt. Sachsen Fernsehen war vor Ort.
Hinter Team Grace stehen Friederike, ihre Schwester Wiebke sowie Anna und Marie. Kennengelernt haben sich die vier nach eigenen Angaben über den Wettbewerb selbst und damit eher zufällig. Teamleiterin Friederike (16) sagte im Interview mit Sachsen Fernsehen, sie habe ein altes Plakat zum CanSat-Wettbewerb entdeckt, sich daraufhin gemeldet und so sei es schließlich zum ersten Treffen gekommen.
Beim CanSat-Wettbewerb bauen Schülerinnen und Schüler einen Mini-Satelliten in der Größe einer Getränkedose. Dieser wird mit einer Rakete auf rund 700 Meter Höhe gebracht und soll beim Sinkflug unter anderem Luftdruck und Temperatur messen, erklärte Friederike Cantz unserem Sachsen-Fernsehen-Reporter. Für Team Grace ging es aber um mehr als nur eine funktionierende Messkapsel: Die Schülerinnen entschieden sich bei ihrer Sekundärmission bewusst für ein nachhaltigeres und robusteres Design. Statt einer klassischen 3D-gedruckten Plastikhülle setzte das Team auf Stoff und Textilien.
Auch die Aufgaben im Team waren klar verteilt. Während sich Friederike unter anderem um Koordination, Löten und Sensorik kümmerte, übernahmen andere Teammitglieder das Nähen oder die Öffentlichkeitsarbeit. Nach Angaben von Team Grace lief das Projekt zusätzlich zum Schulalltag. Finanziert wurde es über Spendengelder und eine Crowdfunding-Kampagne. Dabei kamen laut Team mehr als 1.000 Euro zusammen.
Bei der Startkampagne in Bremen musste Team Grace seine Mission zunächst vor einer Jury vorstellen, anschließend den Satelliten starten, Daten auswerten und die Ergebnisse präsentieren. Am Ende sprang für die Dresdner Schülerinnen der dritte Platz heraus. Damit wurde aus einer Idee vom Schulflur ein bemerkenswerter Erfolg auf Bundesebene.