Chemnitz- Diana Kopka, Kuratorin der großen Munch-Ausstellung in Chemnitz, bringt es auf den Punkt: Der norwegische Künstler Edvard Munch war ein Seelenmaler. Seine Werke gehen unter die Haut – damals wie heute.
In den Kunstsammlungen Chemnitz ist er nun zurück: Munch. Einsamkeit, Angst, Intensität – aber auch Hoffnung, Farbe und Kraft. Eine Ausstellung, auf die viele lange hingefiebert haben. Mitten im Kulturhauptstadtjahr 2025 ist sie nun einer der emotionalen Höhepunkte. Laut Florence Thurmes, Generaldirektorin der Kunstsammlungen war es ein langer Weg bis hier hin. Die Ausstellung zeigt aber nicht nur große Kunst, sie öffnet auch einen Raum für Themen, über die selten gesprochen wird: Krankheit, Verlust, Isolation. Munchs Werke sind biografisch geprägt – und dennoch universell.
Um ein solch schweres Thema auch Besuchern näher zu bringen, versucht Kuratorin Diana Kopka auch eine Leichtigkeit in die Ausstellung einzubauen. Auch deshalb wurde die Präsentation mit einem besonderen Farbkonzept gestaltet – warm, erdverbunden, ermutigend. Ein Kontrast zu der Schwere, die viele der Themen mit sich bringen. Der Bezug zu Chemnitz ist dabei kein Zufall: Munch lebte und arbeitete 1905 in der Stadt und war mit der Villa Esche verbunden.
Die Ausstellung ist mehr als Kunst – sie ist ein Spiegel. Und vielleicht auch ein Trost. Wer sich selber von der Ausstellung überzeugen möchte, hat ab dem 10. August die Chance dazu.