Bereits am Mittwochvormittag ließ die Stadt neun jeweils 450 Kilogramm schwere Poller aufstellen. Laut Stadtsprecher Matthias Hasberg seien die Maßnahmen bereits kurz nach der Tat vorbereitet worden.
Für viele Leipzigerinnen und Leipziger kommt dieser Schritt dennoch zu spät. Vor Ort überwiegen Trauer, Wut und Unverständnis. Besonders Menschen, die täglich in der Innenstadt arbeiten, fragen sich, warum vergleichbare Schutzmaßnahmen, wie bereits zum Weihnachtsmarkt, nicht dauerhaft bestehen blieben.
Gleichzeitig wird auch über mögliche Folgen für Einsatzkräfte und Lieferverkehr diskutiert. Während die zusätzlichen Sperren das Sicherheitsgefühl stärken sollen, bleibt die Frage, wie Feuerwehr, Rettungswagen oder Lieferfahrzeuge im Ernstfall weiterhin schnell passieren können.
Sachsens Innenminister Armin Schuster äußerte sich bei der gestrigen Gedenkveranstaltung zurückhaltend. Zunächst stehe die Aufarbeitung der Tat und die Unterstützung der Betroffenen im Mittelpunkt.
Die Debatte über Sicherheit in Leipzigs Innenstadt hat damit erst begonnen.