Lunzenau- Drei Monate nach dem Brand im November steht das Ehepaar wieder in den Resten seines Hauses in Klein Schlaisdorf im Landkreis Mittelsachsen.
Was an einem Mittwochabend mit einem Feuer begann, ist längst zu einer dauerhaften Belastung geworden. Der Brand war in einem Anbau des Einfamilienhauses ausgebrochen. Dieser brannte vollständig nieder, die Flammen griffen auf ein weiteres Gebäude über. Die Feuerwehr kämpfte bis in die frühen Morgenstunden gegen das Feuer. Eine besondere Herausforderung war die Wasserversorgung vor Ort. Die beiden Bewohner konnten sich rechtzeitig retten. Verletzt wurde niemand. Das Zuhause war komplett ausgebrannt. Heute laufen sie durch die Ruine. Nach dem Brand war die Solidarität groß. Kleidung, Alltagsgegenstände, finanzielle Unterstützung – vieles kam zusammen. Der Eigentümer begann mit ersten Arbeiten, wollte das Haus wieder aufbauen. Die Grundmauern stehen noch. Doch dann kam der Baustopp.
Das zuständige Bauamt fordere einen neuen Bauantrag. Der bisherige Bestandsschutz greife nicht mehr. Und damit gelten aktuelle Auflagen. Eine davon: eine Löschwasserzisterne mit 20.000 Litern Fassungsvermögen. Die Kosten für eine solche Zisterne – nach eigenen Angaben rund 20.000 Euro inklusive Erdarbeiten. Geld, das nach dem Brand fehlt. Denn neben dem geplanten Wiederaufbau musste auch der Alltag neu organisiert werden. Ein Notdach wurde nicht genehmigt. Seitdem ist das Gebäude der Witterung ausgesetzt. Regen dringt ein, Feuchtigkeit setzt den verbliebenen Mauern zu.
Die Belastung wirkt nach. Auch gesundheitlich. Ein Anwalt prüft nun, ob die Auflagen rechtlich haltbar sind. Parallel ermittelt die Polizeidirektion Chemnitz weiterhin zur Brandursache. Für das Ehepaar steht fest: Sie wollen ihr Haus wieder aufbauen. Auf ihrem Grundstück bleiben. Doch bevor hier neu gebaut werden kann, müssen finanzielle und rechtliche Fragen geklärt werden. Drei Monate nach dem Brand ist das Feuer gelöscht. Die Unsicherheit aber bleibt.