Mi., 20.08.2025 , 16:07 Uhr

Flixbus-Fahrer wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Nach Unfall mit Fernbus: Anklage gegen Busfahrer in Leipzig

Leipzig - Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen den 62-jährigen Flixbus-Fahrer. Ihm werden fahrlässige Tötung in vier Fällen und fahrlässige Körperverletzung in 46 Fällen vorgeworfen. Der tragische Unfall geschah am 27. März 2024 auf der A9.

Unfallhergang auf der A9 bei Leipzig

Am 27. März 2024 ereignete sich auf der A9 am Schkeutzer Kreuz bei Leipzig ein tragischer Unfall. Ein Flixbus, der auf dem Weg von Berlin war, kam von der Fahrbahn ab, rollte eine Böschung hinunter und kippte um. Dabei verloren vier Frauen ihr Leben und viele weitere Insassen wurden verletzt. Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat mittlerweile den 62-jährigen Fahrer wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung angeklagt.

Ermittlungen zum Unfall

Den Ermittlungen zufolge verlor der Fahrer bei einer Geschwindigkeit von knapp 100 km/h die Kontrolle über den Bus, da er den Verkehr nicht ausreichend beachtet haben soll. Technische Mängel am Fahrzeug sowie Einflüsse von Alkohol oder Drogen schlossen die Ermittler aus.

Sicherheitsfragen bei Flixbus

Die Flixbus-Branche steht seit Jahren in der Kritik, insbesondere nach schwerwiegenden Unfällen. Themen wie übermüdete Fahrer und Arbeitsbedingungen sind häufig im Gespräch, zumal Flixbus mit seinem kostensparenden Konzept den Markt dominiert. Der bevorstehende Prozess gegen den Busfahrer wird im Februar kommenden Jahres vor dem Amtsgericht in Eiland beginnen und könnte weitere Einblicke in die Sicherheitsmaßnahmen der Branche geben.