Chemnitz – Bis in die frühen Morgenstunden war der Chemnitzer Sonnenberg im Ausnahmezustand: Blaulicht, Einsatzfahrzeuge und dutzende Beamte prägten das Bild rund um die Zietenstraße.
Rund 150 Kräfte von Zoll, Polizei und Landeskriminalamt haben in der Nacht von Sonntag auf Montag ein Mehrfamilienhaus durchsucht. Hintergrund der groß angelegten Razzia war der Verdacht auf Sozialversicherungsbetrug.
Im Fokus der Ermittlungen stehen fünf Personen. Ihnen wird vorgeworfen, Sozialversicherungsbeiträge einbehalten und nicht ordnungsgemäß abgeführt zu haben. Die Maßnahmen erfolgten im Auftrag der Staatsanwaltschaft Chemnitz auf Grundlage von Durchsuchungsbeschlüssen des Amtsgerichts.
Vor Ort fiel auf, dass sich an den Briefkästen mehrere Namensschilder pro Einheit befanden. Dies könnte im Zusammenhang mit den laufenden Ermittlungen stehen. Unterstützt wurde der Einsatz durch Kräfte der Bundes- und Bereitschaftspolizei. Die Durchsuchungen dauerten bis in den Montagmorgen an. Zu weiteren Details äußern sich die Behörden derzeit nicht.